Hildabrötchen backen ist der Inbegriff von gemütlicher Adventszeit. Diese feinen Terrassenplätzchen aus mürbem Teig, gefüllt mit fruchtigem Quittengelee, schmelzen förmlich auf der Zunge. Ich zeige dir, wie du diesen Klassiker ganz einfach und ohne viel Schnickschnack in deiner Küche selbst backst.
Zur Weihnachtbäckerei gehören Hildabrötchen einfach dazu. Schon als Kind habe ich dieses Gebäck gerne gegessen und jetzt mit den Enkeln das erste mal selbst gebacken. Das schöne ist das man sie mit der Marmelade oder dem Gelee füllen kann das man gerne isst. In diesem Fall haben wir Quittengelee gewählt und ich muss sagen, echt lecker.
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für dieses Gebäck. Ursprünglich heißen sie Linzer Augen und werden mit Linzer Teig hergestellt. In Süddeutschland nennt man dieses Gebäck auch Spitzbuben oder Pfauenauge.
Das brauchst du für die Hildabrötchen
Für den Teig nimmst du am besten 150g weiche Butter, die du rechtzeitig aus dem Kühlschrank legst. Dazu kommen 125g Zucker und ein Päckchen Vanillezucker für das feine Aroma. Ein frisches Ei sorgt für die Bindung, während 300g Mehl die Basis bilden. Zum Schluss verleihst du den Plätzchen mit etwas Quittengelee ihre fruchtige Füllung.
Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten (plus Kühlzeit) Schwierigkeitsgrad: einfach Portionen: ca. 40 Stück Kalorien pro Portion: ca. 85 kcal
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150g weiche Butter
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
300g Mehl
1 Glas Quittengelee (zum Bestreichen)
Etwas Puderzucker zum Bestäuben
Schritt für Schritt Hildabrötchen backen
Zuerst vermengst du die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker. Schlag die Masse so lange auf, bis sie hell und cremig ist. Dann rührst du das Ei unter. Gib das Mehl nach und nach dazu und knete alles zügig zu einem glatten Mürbeteig. Wickel den Teig in Folie und lass ihn für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen – kalter Teig klebt weniger.
Der Teig kann in Frischhaltefolie gewickelt im Kühlschrank aufbewahrt werden, sodass man ihn auch am Vortag zubereiten kann. Ich nehme den Teig dann rechtzeitig aus dem Kühlschrank so dass er Zimmertemperatur bekommt. So lässt er sich besser verarbeiten.
Heize den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor. Roll den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick aus. Jetzt stichst du die Plätzchen aus. Die Hälfte der Kreise bekommt in der Mitte ein kleines Loch oder ein Herzchen. Leg alles auf ein Backblech mit Backpapier und backe die Kekse für etwa 10 bis 12 Minuten, bis sie hellgelb sind.
Lass die Plätzchen gut abkühlen. Erwärme das Quittengelee kurz in einem kleinen Topf, damit es flüssig wird. Bestreiche die Kekse ohne Loch großzügig mit dem Gelee. Setz dann die Teile mit dem Loch vorsichtig oben drauf. Wer mag, siebt zum Schluss noch eine ordentliche Schicht Puderzucker darüber.

Variationen für Hildabrötchen backen
Wenn du mal kein Quittengelee im Haus hast, kannst du natürlich auch Johannisbeergelee oder Aprikosenkonfitüre nehmen. Hauptsache, die Marmelade ist fein passiert und hat keine dicken Fruchtstücke. Für einen herberen Geschmack mische ich manchmal etwas Abrieb einer Bio-Zitrone in den Teig.
- Frucht-Wechsel: Himbeergelee oder säuerliches Johannisbeergelee nutzen.
- Nuss-Variante: Ersetze 50g Mehl durch gemahlene Mandeln.
- Schoko-Deko: Statt Puderzucker feine Streifen aus dunkler Kuvertüre ziehen.
Viel Spaß beim Nachbacken und Naschen!



