Heute reisen wir kulinarisch nach Japan, denn wir schauen uns mit Furikake einen echten Klassiker der asiatischen Küche an.
Ursprünglich wurde dieses aromatische Streugewürz zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem Apotheker erfunden, um der Bevölkerung eine Extraportion Kalzium zu liefern. Deshalb besteht die traditionelle Mischung bis heute aus getrockneten Algen und nussigem Sesam. Weil die Kombination aus salzigen Meeresaromen und Röstaromen einfach süchtig macht, ist das Gewürz heute von keinem japanischen Esstisch mehr wegzudenken.
Zudem passt es nicht nur hervorragend zu schlichtem Reis, sondern peppt auch jede moderne Bowl im Handumdrehen auf.
Wenn du dieses traditionelle Geschmackserlebnis zu Hause ausprobieren möchtest, kannst du dein Furikake selber machen und die Intensität ganz nach deinem eigenen Geschmack steuern.
Zutaten für das Rezept Furikake selber machen
Für deine eigene Gewürzmischung brauchst du zunächst 20 g getrocknete Wakame-Algen, die die wunderbar würzige Basis bilden. Zudem besorgst du dir 4 EL Sesamsamen, die später für den perfekten Crunch im Mund sorgen. Um das Ganze harmonisch abzurunden, nimmst du 2 TL geröstetes Sesamöl, welches ein herrlich tiefes Aroma beisteuert. Schließlich benötigst du noch etwas Salz zum Abschmecken, damit sich die verschiedenen Nuancen beim Furikake selber machen optimal entfalten können.
- 20 g getrocknete Wakame-Algen (Dried Wakame Seaweed)
- 4 EL Sesamsamen
- 2 TL geröstetes Sesamöl
- Salz zum Abschmecken
Zubereitungszeit: 10 Minuten | Schwierigkeit: Sehr einfach | Portionen: Ergibt 1 kleines Schraubglas (ca. 4-6 Portionen) | Kalorien: ca. 45 kcal pro Esslöffel
Zubereitung des Rezepts Furikake selber machen
Zuerst widmen wir uns den getrockneten Wakame-Algen, da diese für die perfekte Streufähigkeit schön zerkleinert werden müssen. Deswegen gibst du die Algen in einen Mörser oder einen kleinen Mixer und verarbeitest sie zu feinen Flocken.
Danach nimmst du eine beschichtete Pfanne und erhitzt sie ohne Fett auf mittlerer Stufe, um die Algenflocken darin kurz trocken anzurösten, wodurch sie ihr volles Aroma entfalten.
Im nächsten Schritt gibst du das geröstete Sesamöl sowie die Sesamsamen direkt mit in die Pfanne zu den Algen. Anschließend röstest du alles unter ständigem Rühren gleichmäßig an, bis der Sesam eine goldbraune Farbe annimmt und herrlich duftet.
Achte dabei gut darauf, dass dir die Mischung nicht verbrennt, weil der Sesam sonst bitter schmeckt.
Zum Schluss nimmst du die Pfanne vom Herd und schmeckst alles mit einer Prise Salz ab.
Wenn du dein Furikake vollständig abkühlen lässt, füllst du es am besten in ein sauberes, luftdichtes Glas um. Auf diese Weise bleibt es mehrere Wochen lang frisch und behält seinen wunderbaren Knusper-Effekt.
Vorteile der Inhaltsstoffe
Diese japanische Gewürzmischung schmeckt nicht nur fantastisch, sondern liefert dir auch jede Menge wertvolle Nährstoffe für den Alltag. Weil Wakame-Algen von Natur aus reich an Jod, wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen sind, unterstützen sie deine Schilddrüsenfunktion optimal.
Zudem punktet der Sesam mit einem beachtlichen Gehalt an pflanzlichem Kalzium und gesunden, ungesättigten Fettsäuren, die gut für dein Herz-Kreislauf-System sind.
Durch das geröstete Sesamöl nimmst du außerdem wertvolle Antioxidantien auf, die deine Zellen vor freien Radikalen schützen können.

Variationen des Rezepts
Obwohl das Grundrezept bereits ein absoluter Genuss ist, lässt sich die Mischung wunderbar an deinen eigenen Geschmack anpassen. Da die japanische Küche von Vielfalt lebt, kannst du mit einfachen Zutaten ganz neue Nuancen kreieren.
Wenn du es beispielsweise etwas schärfer magst, fügst du einfach ein paar Chiliflocken hinzu.
Scharfe Variante: Mische 1 TL Chiliflocken oder original japanisches Shichimi Togarashi unter den Sesam.
Fruchtige Note: Reibe etwas getrocknete Orangenschale oder Yuzu-Zest unter die Mischung für eine frische Zitrusnote.
Süß-Sauer: Ein halber Teelöffel Zucker und etwas getrocknetes Umeboshi-Pulver (japanische Salzpflaume) bringen eine tolle Tiefe.
Vielen Dank, dass du heute wieder bei mir in Opas virtueller Küche vorbeigeschaut hast. Lass dir den crunchigen Allrounder schmecken und probiere das Gewürz unbedingt auch mal auf einer wärmenden Suppe aus.

Wenn du Lust auf noch mehr asiatische Inspirationen hast, schau dir gerne auch mein Rezept für Asiatische Bratnudeln oder das feine Takikomi Gohan – Seelenwärmender Pilz-Reis aus dem Reiskocher an.
Bis zum nächsten Mal und guten Appetit!



