Basics & Grundrezepte

Geniale Teigtaschen – Japanische Gyoza selber machen

By Opa 19.06.2026

Japanische Gyoza selber machen

Japanische Gyoza, hast du schon mal probiert, die köstlichen asiatischen Teigtaschen zu Hause zuzubereiten?

Weil sie im Restaurant immer so unverschämt gut schmecken, dachte ich mir, wir holen uns diesen Genuss einfach direkt in die eigene Küche. Schließlich ist es gar nicht so schwer, wenn man den Dreh erst einmal raushat.

In diesem Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie die kleinen Taschen außen wunderbar knusprig und innen herrlich saftig werden. Dazu mischen wir noch eine blitzschnelle Sauce zum Dippen, die perfekt mit der herzhaften Fleischfüllung harmoniert. Also, schnapp dir die Zutaten und lass uns gemeinsam kochen!

Zutaten für das Rezept Japanische Gyoza

Damit alles wie am Schnürchen läuft, packen wir zuerst die Füllung an. Für Japanische Gyoza brauchst du 20 Teigblätter für Gyoza, die du mittlerweile in fast jedem Asiamarkt findest aber auch ganz leicht selbst herstellen kannst. Mit meinem Rezept für Gyoza Teig geht das problemlos.

Außerdem besorgst du 100 g Weißkohl, den du alternativ auch durch China- oder Spitzkohl ersetzen kannst. Dazu kommen 200 g Hackfleisch, wobei ich hier am liebsten auf Schweinefleisch setze, weil es schön saftig bleibt. Für die richtige Würze sorgen 3 Frühlingszwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2 EL Sojasauce und 1/2 TL La-Yu, ein japanisches Chiliöl. Eine Prise frisch gemahlener Pfeffer rundet das Ganze ab.

Zum Braten und Dämpfen nimmst du schließlich 5 EL Sesamöl sowie 50 ml Wasser.

Für die perfekte Gyoza Dipping Sauce verrühren wir danach ganz einfach 3 EL Reisessig, 3 EL Sojasauce und 1 TL La-Yu für eine angenehme Schärfe.

Die Einkaufsliste auf einen Blick

Diese Zutaten brauchst du

Für die Teigtaschen:

  • 20 Teigblätter für Gyoza (Fertigprodukt)
  • 100 g Weißkohl (oder China-/Spitzkohl)
  • 200 g Hackfleisch (vom Schwein)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Sojasauce
  • 1/2 TL La-Yu (Chiliöl)
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 5 EL Sesamöl (zum Braten)
  • 50 ml Wasser (zum Dämpfen)

Für die Dipping Sauce:

  • 3 EL Reisessig (optional)
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 TL La-Yu

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten | Schwierigkeit: mittel | Portionen: 2-3 Portionen (als Hauptspeise oder 4 als Vorspeise) | Kalorien: ca. 420 kcal pro Portion (bei 2 Portionen)


Kleine Herkunftsgeschichte japanische Gyoza

Obwohl wir diese Leckerei heute vor allem aus Japan kennen, liegt der eigentliche Ursprung der Teigtaschen in China. Dort heißen sie „Jiaozi“ und werden traditionell eher gekocht oder gedämpft. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg brachten japanische Soldaten das Rezept mit in ihre Heimat. Weil die Köche in Japan die Taschen jedoch am liebsten in der Pfanne anbraten, bevor sie gedämpft werden, entstand die uns bekannte, unverwechselbare Gyoza-Variante mit der knusprigen Unterseite.

Bereiten wir japanische Gyoza zu

Zuerst widmen wir uns dem Gemüse für die Füllung. Schneide dafür den Weißkohl in hauchdünne Streifen und hacke ihn danach in sehr feine Würfel. Weil der Kohl relativ viel Feuchtigkeit besitzt, kannst du ihn kurz mit einer Prise Salz bestreuen, zehn Minuten ziehen lassen und anschließend in einem sauberen Küchentuch kräftig ausdrücken.

Schneide dann die Frühlingszwiebeln in feine Ringe und presse die Knoblauchzehen dazu. Danach gibst du das Hackfleisch zusammen mit dem vorbereiteten Kohl, den Frühlingszwiebeln und dem Knoblauch in eine Schüssel. Füge jetzt zwei Esslöffel Sojasauce, das La-Yu Chiliöl sowie etwas frisch gemahlenen Pfeffer hinzu. Knete die Masse nun mit den Händen so lange durch, bis eine homogene, leicht klebrige Bindung entsteht.

Jetzt geht es an das Falten, was mit etwas Geduld ganz leicht von der Hand geht.

  1. Lege ein Teigblatt auf deine Handfläche und streiche den Rand mit einem angefeuchteten Finger rundherum nass ein.
  2. Setze anschließend einen Teelöffel der Füllung in die Mitte.
  3. Klappe das Blatt zu einem Halbmond zusammen und lege den Teig auf einer Seite in kleine Falten, während die Rückseite glatt bleibt.
  4. Drücke die Ränder fest an, damit beim Garen nichts ausläuft.

Nimm dir nun eine große Pfanne und erhitze darin das Sesamöl. Setze die Taschen mit der flachen Unterseite hinein und brate sie bei mittlerer Hitze an, bis die Unterseite goldbraun und kross ist.

Gieße dann sofort das Wasser dazu und schließe schnell den Deckel. Lass die Teigtaschen für ungefähr fünf Minuten dämpfen, bis das Wasser komplett verdampft ist.

Nimm den Deckel ab und lass sie für eine weitere Minute braten, damit der Boden wieder richtig schön knusprig wird.

Nebenbei verrührst du einfach alle Zutaten für die Dipping Sauce in einer kleinen Schale.

Hier steckt viel Gutes drin

Neben dem großartigen Geschmack tun die Zutaten auch deinem Körper etwas Gutes. Der enthaltene Weißkohl liefert dir reichlich Ballaststoffe und ordentlich Vitamin C, was besonders gut für deine Verdauung und das Immunsystem ist.

Knoblauch und Frühlingszwiebeln stecken voller sekundärer Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend wirken und Herz sowie Gefäße schützen.

Durch das hochwertige Sesamöl nimmst du zudem wertvolle ungesättigte Fettsäuren auf, die der Körper für viele wichtige Prozesse benötigt.

Ein Gericht, viele Variationen

Wenn du die Teigtaschen vegetarisch oder vegan zubereiten möchtest, kannst du das Hackfleisch wunderbar durch zerbröselten Tofu oder eine feine Pilzmischung austauschen. Auch beim Gemüse darfst du gerne kreativ werden und zum Beispiel geraspelte Karotten oder Shiitake-Pilze untermischen.

Asiatische Pilzfüllung: Nimm feingehackte Kräuterseitlinge oder Shiitake-Pilze statt Fleisch.

Scharfe Ingwer-Note: Reibe zusätzlich ein kleines Stück frischen Ingwer in die Hackfleischmasse.

Knusprige Käsekruste: Gib kurz vor Ende des Dämpfens etwas Speisestärke-Wasser-Gemisch in die Pfanne, um eine durchgehende, hauchdünne Knusperschicht zu erzeugen.

Japanische Gyoza

Schön, dass du heute wieder in Opas virtueller Küche vorbeigeschaut hast! Lass dir die asiatischen Leckerbissen gut schmecken.

Wenn du Lust auf noch mehr internationale Teiggerichte hast, probier doch demnächst mal meinen Gyoza-Auflauf mit Miso & Gemüse. Guten Appetit und bis zum nächsten Mal!

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