Starte damit, das Hähnchenfleisch sanft zu garen. Gib die Hähnchenbrustfilets in einen Topf, bedecke sie mit kaltem Wasser und füge eine halbierte Zwiebel, das Lorbeerblatt und etwas Salz hinzu. Bringe alles zum Kochen und lasse es bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten sanft köcheln, bis das Fleisch gar ist. Ganz wichtig: Schöpfe den Schaum, der sich eventuell bildet, mit einem Löffel ab. Das sorgt für eine klare, aromatische Brühe, die wir später für die Soße brauchen.
Nimm das Fleisch aus der Brühe (bewahre die Brühe unbedingt auf!) und lasse es kurz abkühlen. Sobald es handwarm ist, zerzupfst du es ganz rustikal mit den Händen oder zwei Gabeln in mundgerechte Stücke. Das ist viel schöner, als es zu schneiden, und es saugt später die Soße besser auf. Stelle die Stücke beiseite.
Lasse in einem tiefen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Sobald sie schäumt, gibst du das Mehl hinzu und rührst es mit einem Schneebesen zügig ein, sodass eine glatte, hellgelbe Masse entsteht – die Mehlschwitze, auch Roux genannt. Lasse sie unter ständigem Rühren etwa eine Minute leicht anschwitzen, aber sie darf keinesfalls braun werden.
Gieße nun langsam die 500 ml Hühnerbrühe aus dem ersten Schritt unter kräftigem Rühren hinzu, um Klümpchen zu vermeiden. Bringe die Soße zum Kochen, damit sie leicht andickt. Reduziere die Hitze und lasse die Soße etwa 5 Minuten köcheln. Erst jetzt rührst du die Sahne ein, um die Soße noch cremiger zu machen.
Zuletzt gibst du die vorbereiteten Möhrenwürfel und Erbsen (und die optionalen Champignons) zur Soße und lässt sie ein paar Minuten mitköcheln, bis sie bissfest sind. Füge das zerzupfte Hähnchenfleisch hinzu und lasse alles einmal kurz durchziehen, damit das Fleisch wieder warm wird und sich alle Aromen verbinden. Schmecke das Frikassee jetzt mit Salz, Pfeffer, der Prise Muskatnuss und vor allem dem Schuss Zitronensaft ab. Sei mutig beim Würzen! Der Zitronensaft ist der Clou, der dem Frikassee seine Frische gibt. Serviere dein selbst gemachtes Hühnerfrikassee am besten mit fluffigem Reis oder Salzkartoffeln.