Für etwa vier bis sechs Portionen werden 800 g Rindfleisch aus der Schulter verwendet, sorgfältig pariert und in kleine Würfel geschnitten. Dazu kommen 350 g schwarze Bohnen, die mindestens 24 Stunden in reichlich kaltem Wasser eingeweicht werden sollten, damit sie beim Kochen schön zart werden. Während die Bohnen garen – etwa 90 Minuten in einem großen Topf mit frischem Wasser – entsteht der aromatische Kern des Gerichts: eine Paste aus vier Zwiebeln, zwei entkernten roten Chilischoten und zwei bis drei Knoblauchzehen. Diese Mischung wird mit der Hälfte des Olivenöls zu einer feinen, würzigen Basis püriert.
In einem großen Bräter wird das restliche Olivenöl erhitzt und das Rindfleisch portionsweise scharf angebraten, bis es rundherum Farbe angenommen hat. Dieser Schritt ist entscheidend – hier entstehen die Röstaromen, die dem Chili später Tiefe verleihen. Sobald das Fleisch gebräunt ist, kommt die Zwiebel-Knoblauch-Chili-Paste hinzu und wird kurz mit geschmort, bis sich der Duft von Knoblauch und Chili im Raum ausbreitet.
Nun kommen die frischen, geviertelten und fein zerkleinerten Fleischtomaten dazu, zusammen mit etwa 400 ml Wasser oder Rinderbrühe, der Mole-Gewürzmischung (alternativ Kreuzkümmel, geräuchertes Paprikapulver und etwas Kakao oder Zartbitterschokolade) und einer Prise Salz. Alles wird gut verrührt, der Deckel aufgesetzt – und dann heißt es Geduld haben. Etwa 2,5 Stunden darf das Chili sanft schmoren, bis das Fleisch butterzart ist und sich die Aromen miteinander verbunden haben.
Die letzten 30 Minuten der Kochzeit gießt Du das Kochwasser der schwarzen Bohnen ab, gibst die Bohnen zum Chili und schmeckst das Ganze mit Salz ab. Schmecke zwischendurch immer wieder, ob es genug Schärfe und Würze hat. Es soll sämig und vollmundig sein! Danach wird das Chili ein letztes Mal abgeschmeckt – vielleicht noch ein wenig Salz, ein Spritzer Limettensaft oder ein Hauch mehr Schärfe, je nach Geschmack.
Zum Servieren kommt das Chili con Carne in tiefe Teller, darauf ein großzügiger Klecks Schmand oder Crème fraîche, der die Schärfe mildert und für eine cremige Textur sorgt. Frischer Koriander oder Basilikum runden das Gericht wunderbar ab.